Geschichte

Die Geschichte der Villa Wulfriede begann am 14. April 1900. Der Hamburger Kaufmann Dr. Max Albrecht (1851-1925) erstand das 12 Hektar große Gelände in Großhansdorf an der Sieker Landstraße. Zwei Jahre später wurde seine prächtige und mit Fachwerk geschmückte Landhausvilla im aufwendigen neuromantischen Stil der Jahrhundertwende fertig.

Angelehnt an die alte Flurbezeichnung »Wulfrie« für sumpfiges Gelände, erhielt der Besitz den Namen »Wulfriede«. Unter der Leitung eines Gartenarchitekten wurde aus dem mit Wiesen und bewaldeten Hügeln durchzogenen Gebiet ein Garten-Park mit großem Teich. Zum Anwesen gehören in gleicher architektonischer Handschrift wie die Villa ein Kutscher-, ein Gärtner- und ein Torhaus. Nach dem Tod des Vaters übernahm der Sohn Dr. Ernst Albrecht (1877-1960) die Villa und baute sie 1927 um.

Geschichte
  • Jahre - Erfahrung in der Spitzenmedizin
    35

    Jahre - Erfahrung in der Spitzenmedizin

  • Operationen seit Gründung
    492000

    Operationen seit Gründung

  • Mitarbeiter
    500+

    Mitarbeiter

Villa, Park und Öffentlichkeit

Im Frühjahr 1990 erwarb die Gesellschaft für Systemberatung im Gesundheitswesen (GSbG) die Anlage, um sie in eine orthopädische Fachklinik mit bundesweitem Modellcharakter zu verwandeln. Alle Krankenkassen, die Landesregierung von Schleswig-Holstein und der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg stimmten dem an den Patientenbedürfnissen orientierten Konzept zu.

So bleibt das historisch wertvolle Anwesen, eines der letzten seiner Art in Großhansdorf, einer breiten Öffentlichkeit in Verbindung mit einer sozialen Aufgabe für die Zukunft erhalten. Die Villa Wulfriede mit ihrer Parkanlage und dem dahinter liegenden See ist bis heute der historische Kern des Klinikgeländes.

Der historische Treppenaufgang aus dem Park führt zur Villa Wulfriede, die heute als Augenklinik genutzt wird.

Villa, Park und Öffentlichkeit

Die GSbG als Träger

Die GSbG Gesellschaft für Systemberatung im Gesundheitswesen ist der private Träger der Klinik. Der Bund, das Land Schleswig-Holstein und die gesetzliche Krankenversicherung ermutigten 1990 die GSbG zur Gründung der Modellklinik Manhagen und unterstützten sie dabei.

So konnte hier erstmals in Deutschland das DRG-System in einem Krankenhaus erprobt werden; auch Neuerungen wie integrierte Versorgung, Gewährleistungshaftung und differenzierte Qualitätssicherung wurden eingeführt.

Professor Rüschmann gründete die GSbG 1985 als privates Institut für gesundheitsökonomische Grundlagenforschung und wissenschaftliche Politikberatung. Schwerpunkte sind Krankenhausfinanzierung und -planung sowie integrierte und geriatrische Versorgung. Die GSbG gestaltete später in der Arbeitsgruppe Entgeltsystem beim Bundesgesundheitsminister die gesetzgeberische Umsetzung eines flächendeckenden DRG-Systems mit und erarbeitete moderne Krankenhausplanung für acht Bundesländer und den Kanton Bern.

Sie begleitete bundesweit die ersten Ärztenetze und engagierte sich für ein menschenwürdiges System in der Geriatrie, das Patienten frühzeitig aus dem Akutkrankenhaus über eine Tagesklinik wieder nach Hause bringt. Partner und Auftraggeber der GSbG sind übergeordnete Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation, die Bundesministerien für Gesundheit, Arbeit und Forschung, Bundesländer, Verbände der gesetzlichen Krankenversicherung, Kassenärztliche Vereinigungen und Universitätsklinika.

Das Teambild zeigt das Manhagen Team 1999 vor der romantischen Terrasse der Villa Wulfriede.

Die GSbG als Träger

15. Januar 1991

Mit 28 Betten, 2 OP-Sälen und 36 Ärzten und Mitarbeitern eröffnete die neue Klinik an der Sieker Landstraße 19 in Großhansdorf nach nur zehnmonatiger Umbauzeit am 15. Januar 1991. Zur offiziellen Eröffnung hieß es: Mit der Park-Klinik Manhagen werde das Ziel verfolgt, in einem wissenschaftlich begleiteten Modellversuch neue Vergütungsformen für Krankenhäuser praktisch zu erproben und ihre grundsätzliche Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland zu prüfen.

Die Rede zur offiziellen Eröffnung der Park-Klinik Manhagen 1991 hielt der Träger Prof. Heiner Rüschmann. Das Bundesministerium für Gesundheit beschrieb den Modellversuch damals als Prüfung neuer Vergütungsformen für Krankenhäuser und ihrer grundsätzlichen Übertragbarkeit auf die Bundesrepublik Deutschland.

Unter dem Leitspruch von Thomas Mann „Es geht immer auch anders“ bleibt das historisch wertvolle Anwesen erhalten. Die Park-Klinik hat die Tür zur Zukunft weit aufgestoßen. Alles ist in den modernen Bauten der Kunst der Ärzte und dem Wagemut auf der Suche nach neuen Wegen der Medizin untergeordnet.

15. Januar 1991

Pioniergeist

Dr. Hoffmann, Dr. Jensen und Dr. Lütten waren Chefärzte der ersten Stunde und bauten die Klinik vom ersten Tag an maßgeblich mit auf. Prof. Heiner Rüschmann in seiner Rolle als Träger und Dr. Rotering als Geschäftsführer gestalteten den erfolgreichen Aufbau der Klinik Manhagen von Beginn an.

Manhagen gedenkt dem viel zu früh verstorbenen Chefarzt Dr. Christian Hoffmann. Ohne das Engagement der drei Chefärzte in den Gründungsjahren wäre die erfolgreiche Entwicklung der Klinik Manhagen nicht möglich gewesen.

Pioniergeist

30 Jahre Klinik Manhagen

Zum 30. Jubiläum beschrieb der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jörg Braun den Beginn als Abenteuer mit zunächst nur 28 Betten in einer Jugendstilvilla. Arthroskopien setzten sich damals erst gegen wesentlich invasivere OP-Verfahren durch. Zugleich sollte Manhagen Sektorengrenzen überwinden und das Primat der tagesgleichen Pflegesätze durch Fallpauschalen ablösen. In Manhagen wurden bundesweit die ersten DRGs pilotiert.

Im Mittelpunkt stand der Patient: Niemand soll länger im Krankenhaus bleiben als nötig, wichtiger als die Liegedauer ist die Qualität eingespielter Spezialistenteams. Auch eine Bevorzugung von Privatpatienten sollte keine Rolle spielen; erstklassige Medizin sollte für alle angeboten werden.

Nachdem die initialen, durchaus massiven Widerstände überwunden waren, wuchs die Klinik rasch zu einem Krankenhaus, in dem weiterhin orthopädische Leistungen mit einem Schwerpunkt auf Hüft- und Kniegelenkersatz erbracht werden. Dieses Spektrum wurde durch die Unfallchirurgie mit Teilnahme an der Notfallversorgung, die Wirbelsäulenchirurgie mit einer Spezialisierung auf komplexe Eingriffe wie Skoliosekorrekturen und die Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie erweitert.

Schon früh wurde auch eine Augenklinik etabliert: Trotz der Ambulantisierung gerade in der Ophthalmologie erfordern weiterhin zahlreiche Eingriffe ein stationäres Setting.

30 Jahre Klinik Manhagen

Klinik Manhagen heute

Nachdem anfängliche Widerstände überwunden waren, wuchs die Klinik rasch zu einem Krankenhaus, in dem weiterhin orthopädische Leistungen mit Schwerpunkt auf Hüft- und Kniegelenkersatz erbracht werden. Das Spektrum wurde durch Unfallchirurgie mit Teilnahme an der Notfallversorgung, Wirbelsäulenchirurgie mit Spezialisierung auf komplexe Eingriffe wie Skoliosekorrekturen und zuletzt auch Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie erweitert.

Schon früh wurde eine Augenklinik etabliert. Trotz der Ambulantisierung in der Ophthalmologie erfordern weiterhin zahlreiche Eingriffe ein stationäres Setting. Alle erwirtschafteten Überschüsse wurden in Personal und Infrastruktur reinvestiert: in qualifizierte Mitarbeitende, flache Hierarchien, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur, Physiotherapie, 14 hochmoderne Operationssäle und ein Krankenhausambiente mit Hotelcharakter in einer Parklandschaft.

Die Physiotherapie leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Patienten rasch wieder in Bewegung kommen. Die Klinik ist überzeugt, dass Patienten in einer freundlichen, naturnahen Umgebung rascher genesen.

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Brücke zwischen alt und neu

Selten prallen Historie und Moderne so aufeinander wie auf dem Großhansdorfer Gelände der Klinik Manhagen, früher das herrschaftliche Villengebiet Wulfriede der Hamburger Familie Albrecht. Diese Familie prägte ab 1900 die Entwicklung des zwölf Hektar großen Geländes, das damals noch zu Hamburg gehörte.

Das historische Torhaus begrüßt heute Patienten und Besucher in Manhagen und ist Sitz einiger Verwaltungsabteilungen. Das frühere Kutscherhaus wurde umgebaut; wo früher Pferde gesattelt oder angespannt wurden, hilft heute das Kinderwunschzentrum Eltern bei unerfülltem Kinderwunsch.

In der Stadtvilla auf dem Gelände sitzt heute das Klinikmanagement. Aus dem einstmals herrschaftlichen Landhaus-Anwesen wurde eine hochmoderne Klinik der Spezialisten.

Historische Gebäude, neue Nutzung

Qualität und Zukunft

Zur Patientensicherheit gehören ein hohes Maß an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, ein rigoroses Hygieneregime und erfahrenes Komplikationsmanagement durch Fachärzte in einem Netzwerk von Spezialisten. Moderne Technik, konsequente Digitalisierung, etablierte Medizinprodukte, hochmoderne OP-Ausstattung, kontinuierliche Überwachung auf den Stationen und modernes Schmerzmanagement unterstützen eine rasche Mobilisation mit möglichst hoher Schmerzfreiheit.

Diese Punkte zielen darauf, die Behandlungsqualität für Patienten zu optimieren. Bundesweite Fallzahlrankings und objektive Qualitätskontrollen wie das Endoprothesenregister zeigen regelmäßig Spitzenplätze. Deshalb entscheiden sich Patienten aus einem überregionalen Einzugsgebiet und aus dem europäischen Ausland bewusst für Manhagen.

Das strenge Hygieneregime soll die Rate von Wundheilungsstörungen und anderen im Krankenhaus erworbenen Infektionen beispielhaft niedrig halten. Auch Komplikationsmanagement durch erfahrene Fachärzte in einem Netzwerk von Spezialisten trägt dazu bei, dass schwere Komplikationen trotz des zunehmenden Alters vieler Patienten selten bleiben.

Neben dem Faktor Mensch spielen moderne Technik und konsequente Digitalisierung eine zunehmende Rolle: vom Einkauf etablierter Medizinprodukte über die hochmoderne Ausstattung der Operationssäle bis zu den Möglichkeiten kontinuierlicher Überwachung auf allen Stationen.

Auch in den nächsten Jahren soll das Angebot, insbesondere für moderne Bewegungsmedizin, weiter optimiert werden. Das Motto bleibt: Es geht immer auch anders. Für Manhagen heißt das: Es geht immer auch besser.

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