Drs. (NL) Genio Bongaerts
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Chefarzt
Sowohl akute Verletzungen als auch Verschleißerkrankungen (Arthrose) treten am Kniegelenk häufig auf. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine präzise Diagnostik entscheidend. Auf dieser Basis wird individuell entschieden, ob eine konservative Therapie oder ein operativer Eingriff sinnvoll ist. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche und individuell passende Behandlung zu finden – für eine nachhaltige Funktion und Belastbarkeit Ihres Kniegelenks.
Korrektur bei fehlerhafter Beinachse
Spezialisierte, moderne Endoprothetik
Individuelle Behandlung je nach Ursache
Stabilität und Funktionsfähigkeit sichern
Erhalten von gesunder Meniskus-Substanz für Ihre Beweglichkeit
Behebung von Instabilität und Fehllauf
Grundsätzlich gilt bei jedem operativen Eingriff, so viel des gesunden Körpers zu erhalten wie möglich. Gerade beim Gelenkersatz ist auch das beste Implantat nicht so gut wie das eigene Gelenk. Ein schonendes Verfahren, das dieser Grundidee Rechnung trägt, ist die Teilprothese des Kniegelenks, der sogenannte Mono-Schlitten. Dabei wird unter Erhalt der Kreuzbänder nur ein Teil des Gelenks ersetzt.
Während in Manhagen rund 50 % der Knieprothesen mit einem Monoschlitten versorgt werden, liegt dieser Anteil bundesweit nur bei rund 5 %. Der Eingriff ist technisch sehr anspruchsvoll und erfordert besondere Expertise und Fertigkeit des Operateurs. Gleichzeitig ist die Vergütung für das Krankenhaus niedriger als bei einer Vollprothese. Die hochqualifizierten Operateure in Manhagen haben die Freiheit, sich stets für den medizinisch optimalen Eingriff zu entscheiden.
Auch bei der mittlerweile guten Haltbarkeit moderner Implantate kann insbesondere aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Wechsel einer Prothese erforderlich werden. Dafür sind besondere Fähigkeiten und Spezialkenntnisse notwendig. Bei einer Wechseloperation ist darauf zu achten, nach Möglichkeit ausschließlich das alte Implantat zu entfernen, ohne die vorhandene knöcherne Struktur in Mitleidenschaft zu ziehen.
Während der Operation muss stets auf die jeweilige Befundlage reagiert werden, um das neue Implantat optimal zu fixieren. Die Operateure in Manhagen verfügen über das dafür erforderliche handwerkliche Können und die Erfahrung.
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Chefarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie
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Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kniechirurgie, Sportmedizin, Chefarzt
Facharzt für Orthopädie, Chefarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sportmedizin, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Chefarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Ärztlicher Leiter Physikalische Therapie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Chirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Chefarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Facharzt für Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie
In der Klinik Manhagen setzen wir auf modernste robotergestützte Technologien, um operative Eingriffe noch präziser, sicherer und schonender durchzuführen. Besonders in der Knieendoprothetik ermöglicht die Robotik eine exakte Planung und Umsetzung der Operation – individuell abgestimmt auf die Anatomie jedes einzelnen Patienten.
Rehabilitation beginnt früh und unterstützt eine sichere Rückkehr in Alltag und Sport.
Fallzahlen, Auszeichnungen, Qualitätsberichte und Patientenzufriedenheit zeigen, woran wir uns messen lassen.
Knieendoprothesen 2025
OP-Säle
Weiterempfehlungsquote 2025
Eine der häufigsten Verletzungen in Freizeit und Sport ist der Riss des vorderen Kreuzbands. Um die Stabilität des Kniegelenks wiederherzustellen und einen vorzeitigen Gelenkverschleiß zu vermeiden, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verschiedenste Techniken durchgesetzt, die in der Regel das gerissene Band durch eine körpereigene Sehne ersetzen. Es geht jedoch auch anders, wie Dr. Jan Hennings aus der Klinik Manhagen in Großhansdorf erläutert. Er setzt auf die Wiederherstellung des Original-Kreuzbands, welche weitgehend die natürlichen Eigenschaften des Gelenks erhält.
Herr Dr. Hennings, wofür brauchen wir überhaupt das Kreuzband?
Dr. Hennings: Das Kreuzband sorgt dafür, dass Oberschenkel und Schienbein nur in geringen Grenzen gegeneinander verschoben werden können. Reißt es, so verliert das Kniegelenk seine Stabilität und es kommt zum sogenannten Schubladenphänomen. Wird diese Instabilität nicht behoben, so macht sie sich in der Regel nicht nur beim Gehen bemerkbar, sondern sie führt langfristig auch zu einer Abnutzung des Gelenkknorpels, also einer Kniearthrose. Während man früher aufgrund der schlechteren Funktionalität des Gelenks oft nur Sportlern zur Operation riet, strebt man deshalb heute generell eine Rekonstruktion an.
Meist wird heute eine Kreuzbandplastik vorgenommen, d. h. das gerissene Band wird entfernt und durch ein Transplantat aus der Patella-, Semitendinosus- oder Quadricepssehne ersetzt. Sie dagegen nähen das gerissene Band. Wie funktioniert das?
Dr. Hennings: Bei der von uns angewandten Technik wird das Band arthroskopisch genäht. Die Schlüssellochtechnik, bei der wir nur wenige kleine Schnitte benötigen, ist dabei der Schulterchirurgie entlehnt. Das gerissene Band wird in einer Durchflechtungsnaht durch den Bandstumpf geführt und mit nur 4,5 mm großen Knochenankern im anatomischen Zentrum refixiert. Zusätzlich frischen wir den Bandstumpf an, um das Einwandern von Stammzellen in den Defekt anzuregen. So soll die Naht möglichst schnell mit neuem Gewebe durchbaut werden. Diese Verfahrens-weise ist bereits aus der „Healing-Response“-Technik bekannt; hier wird jedoch das gerissene Band nicht genäht, sondern lediglich in die anatomische Position gelegt, während das Bein mit einer Orthese in gestreckter Stellung ruhiggestellt wird. Bei dem von uns verwendeten Verfahren ist das nicht nötig.
Was sind die Vorteile dieser Vorgehensweise?
Dr. Hennings: Dadurch, dass wir das Kreuzband nicht ersetzen, bleibt auch der synoviale Schlauch um das Band mit allen Gefäßen und Propriozeptoren erhalten. Das bedeutet, dass Betroffene die intuitive Koordinations- und Reaktionsfähigkeit behalten, die sonst mühsam wie-der antrainiert werden muss. Besonders Leistungssportler benötigen nicht zuletzt aufgrund dieser nach einer herkömmlichen Kreuzbandplastik auftretenden „Lernphase“ eine lange Trainingszeit, bis sie wieder zur gewohnten Form zurück-kehren. Dagegen berichten die meisten unserer mit der Nahttechnik versorgten Patienten, dass sich das Knie bereits nach kurzer Zeit „wie früher“ anfühlt und auch im Alltag keine Unsicherheit auftritt. Ein weiterer Vorteil ist die deutlich schnellere Rehabilitation gegenüber einem Ersatz des Kreuzbands. Normalerweise ist nach nur sechs Monaten die Sportfähigkeit wieder hergestellt; bei anderen Verfahren kann die knöcherne Integration teilweise bis zu einem Jahr, die vollständige synoviale Einheilung des Transplantats sogar bis zu zwei Jahren dauern.
Welche Patienten sind für dieses Verfahren geeignet?
Dr. Hennings: Wir gehen davon aus, im besten Fall zwischen
Einige Knieeingriffe sind ambulant möglich. Ob das passt, hängt vom Eingriff, Begleiterkrankungen und der Versorgung zu Hause ab.
Die Menisken sind zwei halbmondförmige Knorpelscheiben im Kniegelenk. Sie wirken als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel, stabilisieren das Gelenk und schützen den Knorpel. Damit sind sie entscheidend für eine schmerzfreie und gleichmäßige Bewegung.
Ein Meniskusriss kann unterschiedliche Ursachen haben:
Da sich degenerative Schäden oft schleichend entwickeln, treten begleitende Knorpelschäden nicht selten auf.
Typische Beschwerden bei einer Meniskusschädigung sind:
Warnzeichen sind:
In diesen Fällen kann ein sogenannter Korbhenkelriss vorliegen, der zeitnah behandelt werden sollte.
Die Therapie richtet sich nach Art und Ausmaß der Schädigung:
Ein degenerativer Meniskusriss kann häufig zunächst ohne Operation behandelt werden, z. B. durch:
Wenn Beschwerden anhalten, Blockaden auftreten oder größere Risse vorliegen, kann ein arthroskopischer Eingriff (Gelenkspiegelung) sinnvoll sein.
Dabei wird der Meniskus:
Grundsätzlich gilt: Der Erhalt des Meniskus hat höchste Priorität, da er eine wichtige Schutzfunktion für das Kniegelenk erfüllt.
In unserer kniechirurgischen Sprechstunde beraten wir Sie umfassend zu Ihren individuellen Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Funktion des Kniegelenks zu erhalten und Folgeschäden zu vermeiden.
Die Kreuzbänder sind die „zentrale Säule“ des Kniegelenks und entscheidend für dessen Stabilität. Während Verletzungen des hinteren Kreuzbandes selten sind, gehört der Riss des vorderen Kreuzbandes (VKB-Ruptur) zu den häufigsten Bandverletzungen.
Typischerweise entsteht diese Verletzung bei sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Skifahren oder Tennis. Häufige Unfallmechanismen sind ein Verdrehen des Kniegelenks bei festem Stand oder eine direkte Krafteinwirkung, beispielsweise durch einen Gegenspieler.
Oft treten Begleitverletzungen auf, insbesondere an Menisken und Seitenbändern. Die Kombination aus vorderem Kreuzbandriss, Innenband- und Innenmeniskusverletzung wird als „Unhappy Triad“ bezeichnet.
Nach Abklingen der akuten Schmerzen und Schwellung steht vor allem die Instabilität des Kniegelenks im Vordergrund. Typisch ist das sogenannte „Giving-Way“, ein plötzliches Wegknicken des Knies, das zu erneuten Schmerzen oder Stürzen führen kann.
Diese Instabilität:
Die Therapie richtet sich nach Alter, Aktivitätsniveau und individuellen Anforderungen:
Die Standardbehandlung ist die Kreuzbandersatzplastik. Dabei wird ein körpereigenes Sehnentransplantat eingesetzt, meist:
Das Transplantat wird über kleine Knochenkanäle im Knie verankert und übernimmt die Funktion des ursprünglichen Kreuzbandes. Der Eingriff erfolgt arthroskopisch (minimal-invasiv). Begleitverletzungen wie Meniskus- oder Bandverletzungen können dabei direkt mitbehandelt werden.
Eine besondere Herausforderung stellen Rerupturen (Rezidivinstabilitäten) dar. In diesen Fällen ist häufig ein zweizeitiges Vorgehen erforderlich:
1. Auffüllen der bestehenden Bohrkanäle mit Knochen
2. Nach Ausheilung (ca. 4 Monate): erneute Kreuzbandplastik
Zusätzlich sind oft stabilisierende Eingriffe an den Seitenstrukturen des Kniegelenks notwendig.
In unserer kniechirurgischen Sprechstunde beraten wir Sie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Unser Ziel ist es, die Stabilität, Funktion und Belastbarkeit Ihres Kniegelenks bestmöglich wiederherzustellen.
Sie ist sinnvoll, wenn Beschwerden unter Belastung auftreten, Achsen oder Gangbild auffällig sind oder die Therapie gezielter geplant werden soll.
Bei bestimmten Eingriffen kann Technik die Planung und Umsetzung unterstützen. Ziel ist eine präzisere Positionierung und ein kontrollierter OP-Ablauf.
Zu den Schwerpunkten gehören Kreuzbandverletzungen, Meniskusschäden, Knorpelprobleme, Arthrose und Beschwerden nach Sport- oder Unfallereignissen.
Nein. Die Entscheidung hängt von Befund, Stabilität, Schmerzen, Beweglichkeit und persönlichem Anspruch ab. Konservative Optionen werden mitgedacht.