Dr. med. dent. Manfred Suhr
Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Kieferchirurgie, Gesichtschirurgie, Bildgebung, Zweitmeinung
Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Mit zunehmendem Alter nehmen UV-Licht-bedingte Hauterkrankungen zu. Aufgrund der starken Sonnenlichtexposition ist das Gesicht besonders häufig betroffen.
Typische Folgen der UV-Strahlung sind neben einer vorzeitigen Hautalterung auch die Entstehung von Hauttumorerkrankungen. Hierzu zählen neben Krebsvorstufen (z.B. „Naevi“ = pigmentierter Fleck oder „Muttermal“) auch Plattenepithelkarzinome, der weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom) und der schwarze Hautkrebs (Melanom).
Einfache pigmentierte Flecke (Naevi oder Muttermale) sind in aller Regel harmlos, bei Veränderung in z.B. Farbe, Größe, Pigmentierung sollte immer eine histologische Abklärung erfolgen.
Neben der sicheren Entfernung der Hautveränderung kommt hierbei der funktionell-ästhetischen Rekonstruktion wichtiger Gesichtsstrukturen, wie Augenlider, Augenbraue, Nase, Ohr, Lippen, besondere Aufmerksamkeit zu.
Um möglichst unauffällige Narben bei gutem funktionellem Ergebnis zu erzielen, orientiert sich die Schnittführung an den Hautspannungslinien (relaxed skin tension lines) und den ästhetischen Einheiten des Gesichtes.
Die Therapie von Hauterkrankungen erfolgt immer in enger Absprache und Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hautarzt (Dermatologen).
Das Vorgehen bei bösartigen Hautveränderungen wird interdisziplinär im Rahmen eines Haut-Tumor-Boards festgelegt.
Kieferfehlstellungen haben vielfältige Ursachen, sind oft angeboren und führen häufig zu funktionellen- und auch ästhetischen Beeinträchtigungen. Häufig sind dafür auch krankhafte Veränderungen der Kiefergelenke ursächlich.
Eine gesunde Kau- und Sprechfunktion setzt einen korrekten Zusammenbiss voraus. Einfache Zahnfehlstellungen können kieferorthopädisch (mittels herausnehmbarer oder fester „Zahnspange“) korrigiert werden.
Bei sehr diskrepanter Position von Ober- und Unterkiefer zueinander kann ein funktioneller Biss jedoch oft nur chirurgisch erreicht werden. Häufig kann so auch eine Harmonisierung des Gesichtsprofils erreicht werden.
Ein individuelles Behandlungskonzept wird in enger Absprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden und mittels modernster digitaler 3D-Planung erstellt.


Optisch auffällige Nasenformen können vielfältige Ursachen haben. Sie sind oft angeboren, meist einfache Normvarianten, gelegentlich Unfallfolgen (z.B. traumatische Schiefnase), aber nicht selten sind sie mit weitreichenden Nasenfunktionseinschränkungen verbunden.
Auch Fehlstellungen des Oberkiefers und des Mittelgesichtes (z.B. maxilläre Hypoplasie, Mittelgesichtshypoplasie) können Form und Funktion, sowie die Projektion der Nase negativ beeinflussen.
Damit verbunden finden sich häufig auch Engen im Bereich des Naseneinganges (Nasenklappe), was ebenfalls eine Nasenatmungsbehinderung bedingen kann.
Im Vorfeld einer geplanten funktionell-ästhetischen Nasenkorrektur sollte immer auch eine Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Mitbeurteilung erfolgen.
Fehlbildungen des äußeren Ohres (z.B. abstehende Ohrmuschel) sind oft ästhetisch störend und können chirurgisch durch knorpelschonende Techniken korrigiert werden.
Verschiedene Ursachen können zu einem Substanzdefekt der Kieferknochen führen. Typischerweise verursachen Zahnverluste über längere Zeit derartige Kieferatrophien, was wiederum einen künstlichen Zahnersatz erschwert.
Moderne Medikamente, welche den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen, werden oft bei Osteoporose oder bei Knochenmetastasen mit großem Erfolg verabreicht (Bisphosphonate). Als typische Nebenwirkung muss allerdings auf eine sogenannte Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose geachtet werden.
Ein ähnliches Krankheitsbild kann auch als Folge einer Strahlentherapie im Kopf-, Halsbereich bei bösartigen Tumoren beobachtet werden (Osteoradionekrose).
Ziel ist es, die betroffenen Kieferareale mittels körpereigenem Knochen oder hochwertigen Knochenersatzmaterialien wieder aufzubauen und bei Bedarf einen hochwertigen Zahnersatz zu ermöglichen.
Pathologien des Gesichtsschädels, der Mundschleimhaut und der Speicheldrüsen werden nach modernsten Kriterien diagnostiziert und einer adäquaten Behandlung zugeführt.
Beschwerden in der Kiefergelenkregion können unterschiedlichste Ursachen haben. Für ein gesundes Gleichgewicht in diesem sehr empfindlichen Bereich bilden die Zähne (Zusammenbiss oder Okklusion), die Kaumuskulatur und letztlich beide Kiefergelenke eine funktionelle Einheit. Störungen in einer dieser Strukturen können ein komplexes Beschwerdebild der gesamten Funktionseinheit auslösen. Sehr verallgemeinernd wird dies als CMD (cranio-mandibuläre Dysfunktion) bezeichnet.
In der klinischen Struktur- und Funktionsanalyse kommt es letztlich darauf an, die primär erkrankte anatomische Struktur zu erkennen und somit die eigentliche Schmerzquelle auszumachen. Nächtliches Zähneknirschen führt z.B. oft zu Muskelkaterschmerzen, was Monate oder Jahre später auch Schmerzen an den Kiefergelenken verursachen kann. Umgekehrt kann bei schmerzhafter Rheumaerkrankung am Kiefergelenk die Kaumuskulatur schmerzhaft mitreagieren (Henne / Ei – Problem).
Einzigartig am menschlichen Körper funktionieren beide Kiefergelenke nur gemeinsam. Damit wirken sich krankhafte Veränderung auf einer Seite meist auch auf der Gegenseite aus. Als weitere Besonderheit hat das Kiefergelenk die größten Freiheitsgrade (eines der beweglichsten Gelenke des Körpers). Dieser Umstand macht das Kiefergelenk aber auch sehr störanfällig. Da die Gelenkkapsel besonders nach vorn und zur Mitte sehr weit ist, kommen z.B. Diskusverlagerungen (Gelenkzwischenscheibe) in diese Richtung sehr häufig vor.
Auch sehr seltene Ursachen für Beschwerden in dieser Region müssen diagnostisch ausgeschlossen werden. Dazu gehören z.B. auch Tumore oder Fehlbildungen.
Selbst wenn in fortgeschrittenen Fällen das Kiefergelenk nicht mehr erhalten werden kann und ein kompletter Gelenkersatz notwendig wird, steht mit modernen und patientenspezifischen Endoprothesen eine sichere Therapieoption zur Verfügung. Diese Operation wäre z.B. bei Gelenkversteifung (Ankylose) oder bei Schwund des Gelenkköpfchens (kondyläre Resorption) eine Behandlungsoption.

Schlafbezogene Atemstörungen können ernste Gesundheitsfolgen verursachen und werden oft erst spät erkannt.
Bei im Schlaf erschlafftem Zungengrund kann im Krankheitsfall nicht mehr genügend Luft den Rachenraum durchströmen, was oft auch zum Schnarchen führt. Der Körper wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Typischerweise klagen betroffene Patienten über Tagesmüdigkeit und Leistungsminderung. Unbehandelt führt das OSAS oft zu chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herzerkrankungen.
Ursächlich für ein OSAS kann z.B. auch ein zurückliegender Unterkiefer sein, welcher anatomisch den Zungengrund nach hinten drängt.
Mittels Zahnschiene (Protrusionsschiene) besteht die Möglichkeit, einen positiven Effekt der Unterkiefervorverlagerung zu testen und ggf. das Ausmaß der notwendigen Verlagerung festzustellen.
Durch eine Umstellungsosteotomie mit Kiefervorverlagerung (oft Ober- und Unterkiefer gemeinsam) kann das Krankheitsbild dann ursächlich behandelt werden.


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